Jeder betrachtet sie mehrmals während der unzähligen Vorlesungen, bei denen man sich fragt, was man eigentlich hier macht: Wandleuchten in einem Hörsaal. Doch wie sehen diese Wandleuchten eigentlich aus? Ohne größere Anstrengung können sich die meisten jedoch nicht an diese ominösen Wandleuchten erinnern. Man kann eventuell noch rekapitulieren, dass die irgendwo im Hörsaal sein müssen, denn sie erhellen den Raum ja erst. Doch wie genau die Wandleuchten aussehen, dass bleibt meist im Dunkeln.
Dabei sind die Wandleuchten in Räumen der Uni meist so unscheinbar und fad, dass sich entweder kein Blick lohnt, oder die Lampen genau so schnell wieder vergessen werden, wie der Blick gedauert hat. Doch ohne diese Wandleuchten wäre eine Vorlesung nur halb so gut zu verfolgen. Denn wie wäre es, wenn der referierende Professor plötzlich im Halbdunkeln steht, da lediglich die Deckenleuchten noch Licht spenden? Wohl kaum vorstellbar. Und besonders die unzähligen Treppen, die man hinabstürzt, wenn man mal wieder die letzte Straßenbahn zu Uni verpasst hat, und nur noch ein Platz am unteren Ende der letzten Sitzreihe frei ist, könnte man ohne das Licht der Wandleuchten nur schwer messen. Doch genau das könnte peinlicher werden, als einem Student oder einer Studentin lieb wäre.
Doch was müssen Wandleuchten in Hörsälen eigentlich können? Da ein Hörsaal meist höher ist, als normale Räume, ist es wichtig, dass die Wandleuchten auch aus dieser Höhe genügend Licht abwerfen. Wandleuchten mit viel Schnörkel und Nippes fallen daher gleichsam durch das Raster. Des Weiteren sollten die Wandleuchten eher robusterer Natur sein, denn so oft werden sie wohl kaum ersetzt werden. Doch wahrscheinlich liegt das Geheimnis einer guten Wandleuchte für einen Hörsaal in der Schlichtheit, die sie aus dem Gedächtnis eines jeden Besuchers streicht.
