Am Samstag, den 08. Dezember 2007 war es soweit. In ganz Deutschland ging
von 20.00 Uhr bis 20.05 Uhr für 5 Minuten das Licht aus. Mitgemacht haben
Privathaushalte, Städte, Gemeinden, Vereine, Organisationen und
Unternehmen. Diese deutschlandweite Aktion hatte die
Klimaschutz-Kooperation „Rettet unsere Erde“ von BILD, BUND, Greenpeace
und WWF zusammen mit Google und Pro Sieben ins Leben gerufen. Prominente
Unterstützung hatte diese Idee, u.a. von Yvonne Catterfeld, Barbara
Schöneberger, Eva Padberg, Uschi Glas, Axel Schultz, Florian Silbereisen und
vielen mehr. Alle hatten ihre eigenen Gründe, warum sie die Aktion
unterstützten (Quelle: www.lichtaus.info).
Selbst der Kölner Dom, das Hamburger Rathaus oder auch das Brandenburger
Tor schalteten ihre Leuchtmittel aus. Natürlich blieben die Leuchten an, welche
für die Sicherheit benötigt werden, z.B. Straßenbeleuchtungen. Eine
eindringliche Mahnung sollte es sein, die national und international zu mehr
Klimaschutz aufrufen wollte. Man setzte sich für den Klimaschutz ein und wollte
gleichzeitig ein Zeichen an den Weltklimagipfel auf Bali senden.
Genauso hatten sich auch die Einwohner von Los Angeles Ende Oktober
eingesetzt und ihre Leuchten für kurze Zeit ausgeschaltet.
An diesem Weltklimatag forderte man also jeden Einzelnen zum Handeln auf.
Öffentliche Einrichtungen schalteten sämtliche Leuchten aus, jedoch hielt sich
die Begeisterung der Passanten in Grenzen. Beim Kölner Dom versammelten
sich ein paar Menschen und applaudierten brav, als das Licht ausging. Zudem
befürchtete man Stromausfälle, sowie das Zusammenbrechen des Stromnetzes.
Wie der RWE-Sprecher Marian Rappl jedoch bestätigte, erwies sich diese
Befürchtung als vollkommen haltlos. Zwar habe es Stromschwankungen
gegeben, jedoch sei die Frequenz aufgrund im Vorfeld ergriffener
Vorsorgemaßnahmen stets stabil geblieben. Ebenso war von Anfang an klar,
dass sich durch das Ausschalten der Lampen und Leuchten nur wenig Strom
sparen lässt. Die Initiatoren der Aktion schätzten die Energieeinsparung auf
rund 80 Megawattstunden, d.h. in den 5 Minuten wurden etwa 1000 Megawatt
elektrische Leistung weniger verbraucht. Auch in Frankreich machten bei einem
ähnlichen Aufruf sieben Millionen Menschen mit, doch der Stromverbrauch sank
nur um 1%.
Trotz aller Unterstützung gab es auch kritische Stimmen. So lautete es von
verschiedenen Seiten, die Aktion „Licht aus“ habe lediglich einen symbolischen
Wert und ginge nicht weit genug, da durch das Ausschalten der Leuchten in
dieser kurzen Zeit keineswegs eine echte Energie-Sparaktion zustande kommen
konnte. Verbände, wie der Naturschutzbund NABU forderten die Menschen
zusätzlich auf Energiesparlampen zu verwenden und zu Ökostrom-Anbieter zu
wechseln (Quelle: www.spiegel.de).
