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Wie Licht auf uns wirkt

Das Licht hat durch das Auge großen Einfluss auf das zentrale Nervensystem,
die Hormondrüsen und den gesamten Zellstoffwechsel. So steuert es alle
Lebensvorgänge von Pflanze, Tier und Mensch.



Der Biorhythmus besagt, dass man durch einfache Mittel gute und schlechte
Tage von Menschen ermitteln kann. Die Lehre geht von Drei Rhythmen aus, die
das Leben jedes Menschen mitbestimmen, es sind der körperliche, der geistige
und der emotionale Rhythmus. Das menschliche Befinden hängt stark von dem
Biorhythmus ab. Grund dafür sind Rezeptoren in den Augen, die auf das
vorhandene Licht reagieren. Bei kaltweißem Tageslicht sorgen sie dafür, dass
der Körper Cortisol ausschüttet. Cortisol sorgt dafür, dass wir wach und aktiv
sind.

Bei warmweißem Licht, dass Abends vorherrscht, wird vom Körper verstärkt
Melatonin ausgeschüttet, welches uns entspannt und schläfrig macht. Aus
diesem Grund werden wir Abends müde. Daher lohnt es sich möglichst
natürliches und sonnenähnliches Licht im Haus zu haben.



Durch diese Erkenntnisse könnte man das aktiv und schläfrig sein natürlich
durch gezielte Steuerung des Lichts über die Leuchten beeinflussen. Die
üblichen Müdigkeitserscheinungen am späten Nachmittag könnte man durch
einstellen von kaltweißem Licht und der damit verbundenen Cortisol-
Ausschüttung vorbeugen. Auch am Arbeitsplatz kann man für Aktivität und
Konzentration sorgen, indem man hier kaltweiße Lichtmittel in den Leuchten
einsetzt.



 Mit der Erkenntnis, dass wir mit warmem Licht für Entspannung und mit kaltem
Leuchtmittel für konzentriertes Arbeiten sorgen, können wir uns den Alltag
erleichtern indem wir die jeweilige Lichtsituation dahingehend optimieren. Nun
können wir in allen Räumen, in denen wir uns Morgens aufhalten Leuchten mit
kaltweißem Licht einstellen, damit wir besser wach und aktiv werden. Die Räume
in denen wir uns in den Abendstunden vornehmlich aufhalten können wir mit
Leuchten mit warmweißem Licht ausstatten. Als Alternative könnte man auch
dimmbare Leuchten nutzen und diese am Morgen ganz hell und Abends
gedimmt einstellen.

 

 

Die heilende Wirkung des Lichts

 

Licht wirkt in vielfältiger Weise auf den Körper und auf seine Funktionen.
Natürliches Tageslicht hat je nach Bewölkung und Jahreszeit 8.000 bis 100.000
Lux. Leuchten in Innenräumen sorgen cirka für 500 bis 1.000 Lux.

 

Licht liefert dem Körper über das Auge wichtige Signale. Ohne, dass wir es
bewusst wahrnehmen passt sich unser Sehvermögen der jeweiligen
Lichtsituation an. Künstliches Licht ist jedoch meistens zu schwach, um die
Produktion des Schlafhormons Melatonin in angemessenem Maße zu steuern.

 

Das Phänomen der „inneren Uhr“, welches die zeitliche Organisation von
Organismen im menschlichen Körper beschreibt, ist genetisch festgelegt. Man
kann sich zwar beispielsweise durch einen Wecker zwingen aufzuwachen,
jedoch nicht die individuellen Eigenschaften der „inneren Uhr“ verändern.

 

Heutzutage müssen viele Menschen  Schichtarbeit machen und so gegen ihren
biologisch festgelegten Wach- und Schlafrhythmus arbeiten. Das hat allerdings
körperliche Folgen wie zum Beispiel Schlafstörungen, Kreislauf- und
Magenprobleme. Bei Untersuchungen mit Schichtarbeitern stellte sich heraus,
dass diejenigen, die bei eindeutig helleren Leuchten gearbeitet haben, sich
wesentlich konzentrierter und ausgeglichener fühlten. Andere Tests belegen,
die ausgesprochen positive Auswirkung von Licht bei Winterdepressionen und
Schlafstörungen. Durch Krankheiten, Veränderungen der jahreszeitlichen
Bedingungen oder im Alter kann unsere „innere Uhr“ aus dem Gleichgewicht
geraten und es ist schwer sich wieder in den normalen Rhythmus
hineinzufinden. Dadurch entstehen häufig Depressionen und damit verbundene
Schlafstörungen, die für den Betroffenen oft Stress bedeuten.

 

Ein von der wissenschaftlichen Medizin anerkanntes heilverfahren gegen solcheDepressionen ist die Lichttherapie. Der Patient soll hier täglich, am besten direktnach dem erwachen, für eine gewisse Zeit in eine helle Leuchte schauen. Er mussnicht direkt in die Leuchte sehen, aber wichtig ist, dass das Licht der
Leuchte auf dieNetzhaut fällt.